Bamberg, Nonnenbrücke 9

Als ältester Befund konnte ein schmaler grob Nordsüd verlaufender spitzer Graben dokumentiert werden, über dessen Funktion und exaktes Alter keine eindeutigen Angaben gemacht werden können: Möglicherweise handelt es sich um eine Uferbefestigung des dortigen Wasserlaufs vor der Errichtung des Ludwig-Main-Donau-Kanals, die über die Stratigraphie relativchronologisch vor das 14. Jahrhundert datiert werden muß. Nach einer Überschwemmung bzw. einer Planierung mit Schwemmsand fand seit dem 14. Jahrhundert eine intensive Nutzung des Geländes statt. Daß es sich in dieser Zeit wohl auch um einen ufernahen Bereich gehandelt haben könnte, ist aus den nach Osten abfallenden Schichten abzulesen. Die eingreifenden Veränderungen im Zuge des Kanalbaus unter Ludwig I. und der Anlage der teilweise heute noch bestehenden Fischwinterungen zeigen sich in den obersten Befunden.

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