München, Färbergraben 1

Nachdem im nördlichen Bereich die Bodenplatte der Kellerräume und auch der Stadtgraben ohne archäologische Beobachtung abgenommen wurde, sollte etwa mittig im nördlichen Bereich der Baugrube, das heißt an der Grenze zwischen Untersuchungsbereich 1 und 3 eine Sondage Aufschluß über die zu erwartenden Befunde liefern.

Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass, obwohl im nördlichen Bereich die alten Kellerräume nur ein Stockwerk tief hinab reichten, die Fundamente für das Gebäude erheblich tiefer eingebracht wurden. Aufgrund der Störungen durch die zum Teil doch recht massiven Fundamente konnten keine archäologisch relevanten Befunde mehr beobachtet werden. Die Fundamentstreifen unter der Bodenplatte reichten bis mindestens 509,50 m ü NN. Danach wurden sie breiter und reichten nochmals etwa 1 m tiefer, also bis 508,50 m ü NN.

Das heißt die Untersuchungsbereiche 1 und 2 sind bis zu 3,5 m unter der durch Bohrungen festgestellten Oberkante des anstehenden Bodens massiv gestört. Auch bei der weiteren Baustellenbeobachtung wurden festgestellt, dass in den nicht durch die Fundamente gestörten Bereichen unter dem Kies der Sauberkeitsschicht Flinz anstand.

Im südlichen Abschnitt von Untersuchungsbereich 3 wurde ein Profil durch das bereits auf dem Nachbargrundstück Kaufingerstraße 15 beobachtete Gerinne des gefassten Stadtbaches angelegt und dokumentiert. Der dokumentierte Abschnitt dürfte aus der Zeit um 1900 oder kurz danach stammen.

Am nördlichen Baugrubenrand konnte nochmals die Lage des Kanals festgestellt werden.

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