München, Sendlingerstraße 11

Es war leider unglücklich, daß zunächst nur kleine „Fenster“ erlaubt wurden, um in die Geschichte dieses Grundstückes zu blicken. Damit war es möglich festzustellen, dass Befunde zu erwarten sind. Aber es war nicht möglich die archäologischen Zusammenhänge in den Griff zu bekommen.

Ebenso war es unglücklich, dass die HDI – Suspension im Gegensatz zu den Aussagen der Ingenieure eben nicht punktgenau zu verarbeiten ist, sondern sich überall hin ausgebreitet hat und so ein großer Teil der Befunde nicht mehr zugänglich war, weil fest mit Beton verbacken.

Und ebenso war es unglücklich, dass – entgegen der Absprachen – mehr und vor allem tiefer abgetragen wurde als nur die Estrichbodenplatte, so dass einige der in den Sondagen erkannten Befunde nicht mehr vorhanden waren.

So bleibt festzustellen, dass vor der Erbauung des Hauses 1743/44 Siedlungstätigkeit auf dem Grundstück Sendlingerstraße 11 stattgefunden hat, die wohl, wie Befunde zeigen, mindestens bis ins späte Mittelalter zurückreicht. Sicherlich wird auch eine Bebauung mit Schuppen oder kleineren Fachwerkgebäuden zwischen dem Spätmittelalter und der Mitte des 18. Jahrhunderts anzunehmen sein, wie Fundamentzüge zeigen.

Dieser Beitrag wurde in Bayern, Mittelalter, Neuzeit, Oberbayern, Siedlung, Stadtkern veröffentlicht und getaggt . Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen.